Allgemeines zum Waldlehrpfad

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Der 1986 angelegte Waldlehrpfad wurde 1997 auf eine Länge von 1400 m restauriert und mit weiteren Baumarten und Bodenpflanzen ergänzt. Die Beschilderung wurde völlig erneuert.
Die sechziger, siebziger Jahre waren im sächsischen Mittelgebirgsraum durch großflächiges Absterben der Wälder und deren Wiederaufforstung mit immissionstoleranteren " Ersatz- bzw. Übergangsbaumarten" gekennzeichnet.
Unter enormen Anstrengungen der Forstleute konnte der Wald als Vegetationsform erhalten werden. Aus heutiger Sicht erkennen wir, dass diese Ersatzbaumarten wie z.B.: Blaufichte, Omorikafichte, Murraykiefer, unter den Bedingungen der Kammlagen die gestellten Erwartungen nicht erfüllen.
Die vergangenen Jahrzehnte haben uns gezeigt, dass es durch die jährlichen Temperaturunterschiede wie Frost, Schnee, Eisanhang, Luftverunreinigungen zu Bruch- und Absterbeschäden an diesen Baumarten kam. Auch Insektenbefall durch nadelfressende und rindenbrütende Schädlinge trat verstärkt auf, wie z.B.: Raupenfraß der Kiefernbuschhornblattwespe an grünen Nadeln der Murraykiefer. Derartige Schäden waren bisher in diesen Höhenlagen nicht bekannt. Aus diesen Erkenntnissen wurden Schlußfolgerungen gezogen und es leitet sich davon ab, dass unsere heimischen Baumarten sich letztlich als widerstandsfähiger erwiesen haben.
Zu den einheimischen Baumarten gehören: Fichte, Tanne, Buche, Ahorn, Lärche, Eberesche, Weide, Birke.
Jedoch hat ein großer Teil der hier vorgestellten nichteinheimischen Baumarten für diese Übergangszeit als Vorwand ihre Aufgabe, hinsichtlich Schutz des Bodens und Sicherung des Waldhaushaltes erfülllt.
Gegenwärtig besteht die Aufgabe, diese "Übergangsbestände" zu stabilisieren und langfristig in standortgerechte, naturnahe und ökologisch stabile Bestockungen zu überführen. An dieser verantwortungsvollen Aufgabe und deren Vollendung werden einige Generationen von Forstleuten beteiligt sein.
Dieses begonnene ehrgeizige Waldumbauprogramm beinhaltet außerdem die Sicherung der Nutzfunktion, der Schutzfunktion und der Erholungsfunktion des Waldes.