Nutzfunktion des Waldes

Seit frühsten Zeiten nutzen die Menschen den Wald als Lebensraum.

Hier gewannen sie ihre Nahrung und weideten ihr Vieh. Sein Holz diente vor allem zum Heizen, war auch für lange Zeit ein unersetzlicher Bau- und Werkstoff.

Trotz gewandelter Ansprüche hat der Wald auch heute noch eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung, denn Holz ist ein ständiger nachwachsendes wie auch umweltfreundiches Produkt und daher eine wichtige Rohstoffbasis für die Holz- und Papierindustrie.

Auch Nebennutzungen wie die Gewinnung von Schmuckreisig und Weihnachtsbäume sowie die jagdliche Bewirtschaftung bringen Erträge. Etwa 30% des Bundesgebietes sind mit Wald bedeckt. 60% der Waldfläche sind Laub- und Mischwälder, 40% reine Nadelwälder. Der Bestand von Buche, Eiche und anderen Laubholz beträgt nur etwa ein Drittel des Gesamtwaldbestandes. Zu Lasten der Nadelholzarten, z.B. Fichte, Kiefer und Lärche, die etwa zwei Drittel des Gesamtbestandes ausmachen wird versucht, den Laubholzanteil zu erhöhen.

In Deutschland arbeiten über 60000 Menschen in der Forstwirtschaft. Zusätzich bietet sie zahlreiche Teilzeitarbeitsplätze. Mehr als 400000 Waldbesitzer beziehen ihr Einkommen ganz oder teilweise aus dem Wald.

Dank der nachhaltigen Bewirtschaftung können den Wäldern in der Bundesrepublik jährlich etwa 38-40 Millionen Kubikmeter Holz entnommen werden. Dies bedeutet einen Produktionswert von ca. 4 Milliarden DM.Zwei Drittel des Bedarfes der deutschen Holzwirtschaft können damit aus heimischen Quellen gedeckt werden.

Zusammen mit der Papierindustrie finden hier ca. 480000 Personen einen Arbeitsplatz.

Nicht überall stehen Zahlen zur Verfügung, wieviele Menschen ihr Auskommen direkt oder indirekt dem Wald verdanken.

Da die Anziehungskraft zahlreicher Ausflugs- und Erholungsgebiete auf den Wald zurückzuführen ist, liegen in seiner Existenz viele Arbeitsplätze im Gaststätten- und Fremdenverkehrsgewerbe begründet.