Das Jahresende ist kein Ende und kein Anfang, sondern ein Weiterleben mit der Weisheit, die uns die Erfahrung gelehrt hat.
Hal Borland
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Und wieder ist bald Jahreswechsel...
Und wieder sind wir alle ein Jahr älter.
Wieder haben wir uns alle bemüht, teils auch gekämpft, - und
wieder ziehen wir alle am Jahresende Bilanz: Was ist uns gelungen
und was können wir zukünftig noch besser machen?
Sicherlich stellen wir uns dieses Jahr mehr denn je die Frage,
was bringt uns das Jahr 2010???
Man hat den Eindruck, in 2009 hat die Zeitrechnung eine neue Definition erhalten - vor der „Krise" und nach der „Krise". In welchem Abschnitt des Zeitstrahls wir uns gerade befinden - das bleibt spannend, denn die einen sagen so und die anderen so. Oft begannen die Gespräche im Alltag wie auch im Geschäftsleben in diesem Jahr mit der Frage: „Schon was gemerkt von der Krise?" Die Antwort war wohltuend, wenn sie lautete - „Bis jetzt nicht."
Was bleibt in so einem Fall? Selbst ist der Mann oder die Frau.
Schauen wir nicht mit „blindem" sondern mit realistischem Optimismus in das neue Jahr. Nehmen wir doch mit Freude die neuen Herausforderungen an und beweisen wir uns auch in schwierigen Zeiten.
Denken wir daran, die Krise blendet das Leben nicht aus und erinnern wir uns an die Worte von Erich Kästner: „Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen." Und die Chinesen kennen in ihrer Sprache für Krise und Chance nur einen Ausdruck: "Wei Ji". Das Schriftzeichen symbolisiert sowohl eine Gefahr als auch eine Chance. Letzteres müssen wir nur beim Schopf packen.
Reserven erkennen und dem Neuen zum Durchbruch zu verhelfen sind Themen, die wir in 2010 nicht nur großschreiben - wir müssen sie der Zukunft willen zum Tragen bringen.
In diesen Bemühungen, unser Sehmatal voranzubringen, sind wir im zu Ende gehenden Jahr wieder ein gutes Stück vorangekommen. Einige wichtige Vorhaben sind fertig gestellt, andere erfolgreich auf den Weg gebracht. Die nachfolgenden Impressionen vermitteln im Wesentlichen, dass unsere Infrastruktur sich weiter verbessert und das Ortsbild auch dank der vielseitigen Initiativen zahlreicher Grundstückseigentümer immer attraktiver wird.
Auch im kommenden Jahr möchten wir trotz der spürbaren Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch an unserer Gemeinde nicht spurlos vorübergeht, neue Aufgaben angehen. Das betrifft unsere Kindergärten, unsere Schulen bis hin zum Entschluss, unser Straßenbild noch weiter verbessern zu wollen. Wir wissen aber auch um den Inhalt der kommunalen Selbstverwaltung. Für die Fülle von Aufgaben stehen nur in begrenztem Umfang Mittel zur Verfügung und wir können unser Leben nicht allein nach den Wünschen ausrichten. Die Balance zwischen Ausgaben und Einnahmen muss gewahrt bleiben, ansonsten ist die dauernde Leistungsfähigkeit der Kommune in Frage gestellt.
Im Wissen um die angespannte nationale witschaftliche und finanzielle Lage ist der alleinige Königsweg zum Besseren - mehr privates Eigentum. Schon der Gelehrte Alfred Müller Armack, einer der geistigen Väter der sozialen Marktwirtschaft, brach eine Lanze für den privat geführten Mittelstand. Er ist deutlich dynamischer als die 40 größten börsennotierten Unternehmen. Er haftet persönlich - hingegen Manager anonymer Aktiengesellschaften gehen bei Versagen mit immensen Abfindungen in den Ruhestand. Deshalb gehört unsere kommunale Unterstützung allen ortsansässigen, klein- und mittelständigen Unternehmen.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, bei den anstehenden Herausforderungen lassen Sie uns dennoch optimistisch in die Zukunft blicken.
Ihr
Udo Ott

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